1. Zielsetzung

Mehr Transparenz in der Darstellung der Entstehungs- und Entscheidungsprozesse der Politik ist das Ziel des Projekts TOPIK. Dies wird duch die Anordnung nach Themenkomplexen und durch die Darstellung in semantischen Netzen erreicht. Die Benutzer sind hier nicht nur passive Informationskonsumenten sondern aktiv entdeckende Informationsnutzer.

* Mit TOPIK kann der Benutzer schnell viele Informationen zu einem Thema recherchieren und einfach politische Entscheidungen nachvollziehen.
  >> Information
* Der Benutzer kann sich anhand praktischer Beispiele grundsätzliche Ordnungen und Gremien unseres demokratischen Systems erklären lassen.
  >> Bildung
* Der Benutzer kann sich über verschiedene politische Haltungen informieren und sie miteinander vergleichen. Dieses interaktive Informieren fördert das eigene politische Denken.
  >> Meinungsbildung
* Der Benutzer kann selbst politisch aktiv werden, indem er zum Beispiel eigene Maps veröffentlicht oder Nachrichten und Maps kommentiert.
  >> Aktivierung

2. Beschreibung

Im Vordergrund des Projekts steht die Interaktion des Benutzers mit dem Netzwerk: Das Erstellen von individuellen Maps.
Diese Maps bestehen aus verschiedenen Modulen, die jeweils einen Informationsgehalt darstellen und mit anderen thematisch verwandten Modulen vernetzt sind.

Die Module
Es gibt drei unterschiedliche Kategorien von Modulen, die farblich gekennzeichnet sind:

Nachrichtenmeldung
Rot – Diese Module beinhalten aktuelle Nachrichtenmeldungen.
Diese sind evtl. nur kurzfristig relevant.

Thema
Gelb – Diese Module stellen übergeordnete Themen dar. Diese können über einen längeren Zeitraum relevant sein.

Politsche Hintergrundinformation
Blau – Diese Module stellen allgemeine Hintergrundinformationen dar.
Diese sind langfristig relevant.

Jedes Modul wird zunächst nur mit seiner Überschrift und Farbkodierung gezeigt. Wird das Modul ausgewählt, erscheint es mit Eingangstext und Bild. Auch die verbundenen Module werden jetzt angezeigt, so setzt sich die Vernetzung automatisch fort.

Jedes Modul hat weitere Auswahlmöglichkeiten: der Benutzer kann sich den längeren Artikel durchlesen und Videos, Fotostrecken, Grafiken oder Statistiken zum Beitrag ansehen.

 

2.2 Die Vernetzung

Die Vernetzung der Module erfolgt über ein Schlagwort-System.

Der verantwortliche Redakteur muss bei der Eingabe eines neuen Beitrags (eines neuen Moduls) einige Metadaten und Schlagworte eingeben. Die Auswahl der Schlagworte wird hierbei durch einen Auswahlkatalog unterstützt.

Hier sehen wir die schematische Darstellung einer Map. Die Nachrichtenmeldung „Stoiber tritt zurück” hat wahrscheinlich die Schlagworte „Stoiber” und „Ministerpräsident”. Das Thema „Stoiber unter Kritik” (Schlagwort: „Stoiber”) und die Hintergrundinformation „Ministerpräsident” (Schlagwort „Ministerpräsident”) werden daher verbunden.

In einer tieferen Ebene werden weitere Module (Nachrichtenmeldungen) angezeigt die diesem Thema zugehörig sind (z.B. über das Schlagwort „Stoiber”).

 

2.3 Weitere Funktionen

Eine Ablage ermöglich das kurzfristige „bookmarken” von Modulen.

Der Benutzer kann verschiedene fremde und eigene Maps laden. Dies können z.B. Maps zu bestimmten Themen sein, die von anderen Benutzern veröffentlicht wurden.

Eine Such-Funktion ermöglicht die Suche nach Stichworten, um auf diese Weise gezielt Maps zu finden.

Wenn der Benutzer selbst eine Map erstellt hat, kann er diese abspeichern. Abgespeicherte Maps kann er verwalten und später wieder laden.

Informationen über die aktuelle Map kann man sich anzeigen lassen. Über einen Filter kann die Anzahl der verlinkten Module gesteuert werden, indem weniger relevante Module ausgeblendet werden.

Es gibt einen Login/ Logout, eine Profil-Verwaltung und eine Hilfe.

 

2.4 Navigation

Topik hat einen Navigationsmodus, der es ermöglicht, schnell und unkompliziert über Maps zu navigieren.

Hierzu muss der Benutzer die Leertaste drücken und bei gedrückter Maustaste in die gewünschte Richtung deuten. Zur besseren Orientierung wird dabei die gesamte Map in Miniaturansicht angezeigt. Die helle Fläche der Miniaturansicht stellt den aktuell auf dem Bildschirm sichtbaren Bereich dar, das schwarze TOPIK Icon symbolisiert hierbei das Modul mit dem die Map gestartet wurde.

 

3. Effekte

Der spezifische Aufbau von TOPIK bietet die Möglichkeit objektive Informationen individuell zu selektieren und in eine subjektiven Ordnung zu bringen.

Die Benutzer sind hier nicht nur passive Informationskonsumenten, sondern aktiv entdeckende Informationsnutzer.

10.12.2007

Interaktive Medien

 

Das Lehrgebiet Interaktive Medien setzt sich mit den konzeptionellen, kommunikationsspezifischen und technischen Gestaltungsfragen der interaktiven und vernetzten Medien auseinander.
Dabei wird in Seminaren und Projekten auf die Ästhetik und Semiotik digitaler Medien eingegangen und deren Interaktionsprinzipien analysiert. In interdisziplinären Projekten werden verschiedene mediale Inszenierungsformen erprobt, von Informationsdesign und vernetzten Applikationen über Animation und Motion Graphics bis hin zu medientechnologischen Installationen.
Neue Interaktionskonzepte beschränken sich nicht mehr allein auf das Bedienen der Schnittstellen zu Computern, sie werden zunehmend von einer Neuentdeckung menschlichen Wahrnehmens, Denkens und Handelns geprägt. Neue, soziale Vernetzungsstrategien führten zu einer Umkehrung klassischer Kommunikationsmodelle, aus den Empfängern wurden selbst Sender. Welchen weiteren Einfluss wird diese neue Form des Publizierens auf unser Kommunikationsverhalten und unsere Gesellschaft haben? Damit will sich das Lehrgebiet kritisch und kreativ auseinandersetzen. Bei einer späteren Schwerpunktbildung kann man sich in Projektarbeiten vertiefend mit den Gestaltungsmöglichkeiten interaktiver Medien beschäftigen und das Bachelor-Studium mit einer Thesis im Lehrgebiet Interaktive Medien abschließen.

MASTER-STUDIUM „INTERAKTIVES INFORMATIONSDESIGN”

Nach einem Bachelorstudium kann an der Muthesius Kunsthochschule im Rahmen des Studiengangs Kommunikationsdesign der Master-Schwerpunkt „Interaktives Informationsdesign“ studiert werden. Interaktive Informationsgestaltung beschränkt sich nicht nur auf die Darstellung auf Monitoren, sondern kann auf vielfältige Weise in die Gestaltung und Inszenierung öffentlicher Informationsräume integriert werden. Und dadurch an Emotionalität und Erfahrbarkeit hinzugewinnen. Als Installation oder Interaktionskonzept tritt sie in Wechselwirkung mit realen Objekten, wird zum Vermittler zwischen Betrachter und Artefakt, wird selbst zur Raumgestaltung.
In diesem Kontext bietet das Informationsdesign eine interdisziplinäre Schnittstelle und knüpft damit an andere Master-Programme des Kommunikationsdesigns und der Muthesius Kunsthochschule an. Dadurch können weitreichende Synergien genutzt und geschaffen werden.

Fragen?
Prof. Tom Duscher T 0431 – 5198-478