Science Visualization – Wissenschaft visualisieren

Neben dem inhaltlichen Schwerpunkt im Informationsdesign hat sich durch die langjährige Kooperation mit den Exellenzclustern Future Ocean und Inflammation at Interfaces in den interaktiven Medien auch ein Forschungsschwerpunkt in der Wissenschaftsvisualisierung herausgebildet. Hier untersuchen wir eine spezifische Perspektive auf das Phänomen der Wissenschaftsvermittlung: der künstlerisch-gestalterische Umgang mit wissenschaftlichen Themen und Forschung und die Visualisierung und Inszenierung der daraus resultierenden Erkenntnisse. Im Fokus stehen existierende und potentielle künstlerisch-gestalterische Möglichkeiten, Kunst und Wissenschaft miteinander in Verbindung treten zu lassen:

  • Wie interpretiert man auf künstlerische Weise die Erkenntnisse der Wissenschaft?
  • Wie lässt sich an wissenschaftliche Arbeiten gestalterisch anschließen, damit sie sinnlich wahrnehmbar und emotional erfahrbar werden?
  • Welche Ausdrucksformen kennen die Kunst und das Design, um wissenschaftliche Forschung korrekt darzustellen, sie aber gleichzeitig erlebbar zu machen – sei es visuell, auditiv, taktil, kinästhetisch oder performativ?

Beispielhafte Projekte in den interaktiven Medien mit einem Schwerpunkt auf Wissenschaftsvisualisierung :
Next Generation Scientific Poster – Wie können wissenschaftliche Themen neu präsentiert werden?
Ocean Explorer – Ein 5m langer Multitouchtisch zum Thema Meeresforschung
Zyklus –  Eine 
Installation zur Erkundung bionischer Prinzipien
ICH² – Eine künstlerische Tanzperformance zur genetischen Programmierung des Menschen

Weitere Informationen auf der eigenen Website: science-vis.muthesius-kunsthochschule.de

 


Interaktive Medien

 

Das Lehrgebiet Interaktive Medien setzt sich mit den konzeptionellen, kommunikationsspezifischen und technischen Gestaltungsfragen der interaktiven und vernetzten Medien auseinander.
Dabei wird in Seminaren und Projekten auf die Ästhetik und Semiotik digitaler Medien eingegangen und deren Interaktionsprinzipien analysiert. In interdisziplinären Projekten werden verschiedene mediale Inszenierungsformen erprobt, von Informationsdesign und vernetzten Applikationen über Animation und Motion Graphics bis hin zu medientechnologischen Installationen.
Neue Interaktionskonzepte beschränken sich nicht mehr allein auf das Bedienen der Schnittstellen zu Computern, sie werden zunehmend von einer Neuentdeckung menschlichen Wahrnehmens, Denkens und Handelns geprägt. Neue, soziale Vernetzungsstrategien führten zu einer Umkehrung klassischer Kommunikationsmodelle, aus den Empfängern wurden selbst Sender. Welchen weiteren Einfluss wird diese neue Form des Publizierens auf unser Kommunikationsverhalten und unsere Gesellschaft haben? Damit will sich das Lehrgebiet kritisch und kreativ auseinandersetzen. Bei einer späteren Schwerpunktbildung kann man sich in Projektarbeiten vertiefend mit den Gestaltungsmöglichkeiten interaktiver Medien beschäftigen und das Bachelor-Studium mit einer Thesis im Lehrgebiet Interaktive Medien abschließen.

MASTER-STUDIUM „INTERAKTIVES INFORMATIONSDESIGN”

Nach einem Bachelorstudium kann an der Muthesius Kunsthochschule im Rahmen des Studiengangs Kommunikationsdesign der Master-Schwerpunkt „Interaktives Informationsdesign“ studiert werden. Interaktive Informationsgestaltung beschränkt sich nicht nur auf die Darstellung auf Monitoren, sondern kann auf vielfältige Weise in die Gestaltung und Inszenierung öffentlicher Informationsräume integriert werden. Und dadurch an Emotionalität und Erfahrbarkeit hinzugewinnen. Als Installation oder Interaktionskonzept tritt sie in Wechselwirkung mit realen Objekten, wird zum Vermittler zwischen Betrachter und Artefakt, wird selbst zur Raumgestaltung.
In diesem Kontext bietet das Informationsdesign eine interdisziplinäre Schnittstelle und knüpft damit an andere Master-Programme des Kommunikationsdesigns und der Muthesius Kunsthochschule an. Dadurch können weitreichende Synergien genutzt und geschaffen werden.

Fragen?
Prof. Tom Duscher T 0431 – 5198-478