Unfolding the City – Visualisierungen urbaner Daten Vortrag und Workshop mit Dr. Till Nagel

Am Mittwoch, den 21.01.15 um 17:00 Uhr wird Dr. Till Nagel im Medienseminarraum L0.09 in einem Vortrag über die Herausforderungen in der Gestaltung von Geovisualisierungen sprechen und eine Auswahl verschiedener Projekte zeigen, die aktuelle Forschungsergebnisse und neue Ansätze in der Visualisierung urbaner Daten demonstrieren.
In den letzten Jahren werden immer mehr Informationen über die Stadt digital gesammelt und gespeichert. Daten aus unterschiedlichsten Quellen wie Mobiltelefonen, Verkehrsnetzen oder Location-based Services können visualisiert werden, um urbane Aktivitäten abzubilden. Geovisualisierungen stimulieren die visuelle Analyse von zeitlich-räumlichen Mustern, Beziehungen und Trends, und ermöglichen durch interaktive Erkundung ein besseres Verständnis von Informationen mit einem räumlichen Bezug. Attraktive und aufschlussreiche Visualisierungen sprechen Experten und Laien gleichermaßen an und können ihnen helfen, solche Datenströme zu interpretieren, die eigene Stadt in einem neuen Licht zu sehen, und ihre Umgebung besser zu verstehen.
In dem dreitägigen Workshop vom 21.01. bis 23.01. (10:00 bis 16:00 Uhr im Medienseminarraum L0.09) wird in die Programmierumgebung Processing und in die Unfolding Map Bibliothek eingeführt und gezeigt wie man damit interaktive Visualisierungen georäumlicher Daten entwickelt.
Dr. Till Nagel ist forschender Designer und Dozent, und Research Affiliate am FHP Urban Complexity Lab, dem MIT Senseable City Lab, und dem KUL Data Visualization Lab. Seine Forschungsinteressen liegen in der Geovisualisierung und im Interaktionsdesign mit einem Fokus auf der Gestaltung von Datenvisualisierungen für ein breiteres Laienpublikum. Seit 2006 lehrt er im Bereich Creative Coding, Informationsvisualisierung, und Multitouch-Interfaces an der Fachhochschule Potsdam (FHP) und an weiteren nationalen und internationalen Hochschulen. Seine Arbeiten wurden unter Anderem auf der Venedig Architektur Biennale, Shanghai Design Exhibition, DMY Berlin ausgestellt, und in Esquire, The Atlantic Cities, Bauwelt und anderen Medien vorgestellt.
14.01.2015

Interaktive Medien

 

Das Lehrgebiet Interaktive Medien setzt sich mit den konzeptionellen, kommunikationsspezifischen und technischen Gestaltungsfragen der interaktiven und vernetzten Medien auseinander.
Dabei wird in Seminaren und Projekten auf die Ästhetik und Semiotik digitaler Medien eingegangen und deren Interaktionsprinzipien analysiert. In interdisziplinären Projekten werden verschiedene mediale Inszenierungsformen erprobt, von Informationsdesign und vernetzten Applikationen über Animation und Motion Graphics bis hin zu medientechnologischen Installationen.
Neue Interaktionskonzepte beschränken sich nicht mehr allein auf das Bedienen der Schnittstellen zu Computern, sie werden zunehmend von einer Neuentdeckung menschlichen Wahrnehmens, Denkens und Handelns geprägt. Neue, soziale Vernetzungsstrategien führten zu einer Umkehrung klassischer Kommunikationsmodelle, aus den Empfängern wurden selbst Sender. Welchen weiteren Einfluss wird diese neue Form des Publizierens auf unser Kommunikationsverhalten und unsere Gesellschaft haben? Damit will sich das Lehrgebiet kritisch und kreativ auseinandersetzen. Bei einer späteren Schwerpunktbildung kann man sich in Projektarbeiten vertiefend mit den Gestaltungsmöglichkeiten interaktiver Medien beschäftigen und das Bachelor-Studium mit einer Thesis im Lehrgebiet Interaktive Medien abschließen.

MASTER-STUDIUM „INTERAKTIVES INFORMATIONSDESIGN”

Nach einem Bachelorstudium kann an der Muthesius Kunsthochschule im Rahmen des Studiengangs Kommunikationsdesign der Master-Schwerpunkt „Interaktives Informationsdesign“ studiert werden. Interaktive Informationsgestaltung beschränkt sich nicht nur auf die Darstellung auf Monitoren, sondern kann auf vielfältige Weise in die Gestaltung und Inszenierung öffentlicher Informationsräume integriert werden. Und dadurch an Emotionalität und Erfahrbarkeit hinzugewinnen. Als Installation oder Interaktionskonzept tritt sie in Wechselwirkung mit realen Objekten, wird zum Vermittler zwischen Betrachter und Artefakt, wird selbst zur Raumgestaltung.
In diesem Kontext bietet das Informationsdesign eine interdisziplinäre Schnittstelle und knüpft damit an andere Master-Programme des Kommunikationsdesigns und der Muthesius Kunsthochschule an. Dadurch können weitreichende Synergien genutzt und geschaffen werden.

Fragen?
Prof. Tom Duscher T 0431 – 5198-478