Interface meets Information Design

Während der ersten Digitalen Woche Kiel fand auch eine hochschulinterne Premiere statt: Die erste gemeinsame Ausstellung der Studienschwerpunkte Interface Design und des interaktiven Informationsdesigns. Vom 20.09.2017 bis 23.09.2017 waren im EG des Hauptgebäudes und im Experimentallabor Arbeiten von Studierenden der beiden Schwerpunkte zu sehen.

Besonders erfreulich war es, dass auch drei mediale Exponate zu sehen waren, die Meeresforschung künstlerisch interpretieren:
Tanja Lückers Exponat „ENSO“ wurde als Masterprojekt im Bereich  Interaktives Informationsdesign an der Muthesius Kunsthochschule entwickelt und gewann im bundesweiten Wettbewerb des Wissenschaftsjahres „Meere und Ozeane“. Das Ursache-Wirkungs-Geflecht des El Nino Phänomens wird in eine Kuppel mit 5 Meter Durchmesser projiziert. Zusätzlich kann der Besucher interaktiv die Darstellung steuern. Lücker verbindet in ihrem Exponat informative mit emotionalen Komponenten, macht das ENSO-Phänomen mit allen Sinnen erfahrbar.

Ebenfalls ein Gewinner des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ ist die Installation „30°“ des Teams Jana Nikoleit, Franziska Rast, Stefan Schakulat und Mathias Foot. Hier wird die immense Datenauswertung durch die Wissenschaft visualisiert und räumlich erfahrbar gemacht. Auf ästhetische Weise wird die Menge der gesammelten Rohdaten aufgezeigt und die Interpretation wissenschaftlicher Daten visuell veranschaulicht.

Als drittes Exponat wird die Installation „Drift“ von Nico Glock (Geomar Helmholz Institut für Meeresforschung) und Jan Jensen (Master-Absolvent des interaktiven Informationsdesigns) gezeigt. Es handelt sich hierbei um eine immersive Sound- und Videoinstallation zu der Thematik des globalen Meeresspiegelanstieges. Das interdisziplinäre Projekt wurde vom Exzellenzcluster „The Future Ocean“ gefördert.

Außerdem zu sehen: Eine Neuauflage des faszinierenden ‚Seismic Tension‘ Exponats von Joshua von Hofen. Hier werden Erdbeben in der Umgebung von Los Angeles in einem dreidimensionalen Modell simmuliert.

Reihenfolge der Projekte im Film: Seismic Tension, Drift, 30°, Enso

 

 

26.09.2017 , , ,

Interaktive Medien

 

Das Lehrgebiet Interaktive Medien setzt sich mit den konzeptionellen, kommunikationsspezifischen und technischen Gestaltungsfragen der interaktiven und vernetzten Medien auseinander.
Dabei wird in Seminaren und Projekten auf die Ästhetik und Semiotik digitaler Medien eingegangen und deren Interaktionsprinzipien analysiert. In interdisziplinären Projekten werden verschiedene mediale Inszenierungsformen erprobt, von Informationsdesign und vernetzten Applikationen über Animation und Motion Graphics bis hin zu medientechnologischen Installationen.
Neue Interaktionskonzepte beschränken sich nicht mehr allein auf das Bedienen der Schnittstellen zu Computern, sie werden zunehmend von einer Neuentdeckung menschlichen Wahrnehmens, Denkens und Handelns geprägt. Neue, soziale Vernetzungsstrategien führten zu einer Umkehrung klassischer Kommunikationsmodelle, aus den Empfängern wurden selbst Sender. Welchen weiteren Einfluss wird diese neue Form des Publizierens auf unser Kommunikationsverhalten und unsere Gesellschaft haben? Damit will sich das Lehrgebiet kritisch und kreativ auseinandersetzen. Bei einer späteren Schwerpunktbildung kann man sich in Projektarbeiten vertiefend mit den Gestaltungsmöglichkeiten interaktiver Medien beschäftigen und das Bachelor-Studium mit einer Thesis im Lehrgebiet Interaktive Medien abschließen.

MASTER-STUDIUM „INTERAKTIVES INFORMATIONSDESIGN”

Nach einem Bachelorstudium kann an der Muthesius Kunsthochschule im Rahmen des Studiengangs Kommunikationsdesign der Master-Schwerpunkt „Interaktives Informationsdesign“ studiert werden. Interaktive Informationsgestaltung beschränkt sich nicht nur auf die Darstellung auf Monitoren, sondern kann auf vielfältige Weise in die Gestaltung und Inszenierung öffentlicher Informationsräume integriert werden. Und dadurch an Emotionalität und Erfahrbarkeit hinzugewinnen. Als Installation oder Interaktionskonzept tritt sie in Wechselwirkung mit realen Objekten, wird zum Vermittler zwischen Betrachter und Artefakt, wird selbst zur Raumgestaltung.
In diesem Kontext bietet das Informationsdesign eine interdisziplinäre Schnittstelle und knüpft damit an andere Master-Programme des Kommunikationsdesigns und der Muthesius Kunsthochschule an. Dadurch können weitreichende Synergien genutzt und geschaffen werden.

Fragen?
Prof. Tom Duscher T 0431 – 5198-478