Making the Invisible Visible – Ausstellung der Master Abschluss- arbeiten 2026 im Interaktiven Informationsdesign im sp ce

 

Wie lässt sich Forschung so visualisieren, dass sie berührt, überrascht und im Gedächtnis bleibt? Diese Frage steht im Zentrum des Master-Schwerpunkts Interaktives Informationsdesign an der Muthesius Kunsthochschule, in dem visuelle Wissenschaftskommunikation nicht nur vermittelt, sondern selbst als Form der Forschung verstanden wird.
Die Ausstellung „Making the Invisible Visible“ präsentiert zwei Master-Thesisprojekte, die exemplarisch zeigen, wofür dieser Studiengang steht: das Unsichtbare sichtbar, erfahrbar und erzählbar zu machen. Durch interaktive, mediale Exponate werden komplexe Forschungsprozesse und abstrakte Daten in sinnlich zugängliche Formen übersetzt, in denen sich Wahrnehmen und Verstehen verbinden. So entstehen Visualisierungen, die nicht nur informieren, sondern als gestalterische Setzungen eigene Bilderwelten eröffnen und im Erleben der Besucher*innen weiter resonieren.
Dabei bleibt die inhaltliche und faktische Präzision der dargestellten Forschung oberste Maxime; sie bildet die Grundlage dafür, dass Reduktion, Inszenierung und künstlerische Interpretation verantwortungsvoll möglich werden. Wo sich diese wissenschaftliche Genauigkeit mit einem hohen ästhetischen Anspruch verbindet und Momente des Staunens auslöst, sprechen wir von exzellenter – von »Beautiful Visualization«.

Daniel Hennschen
»Sandbox Stories«, 2026
In Sandbox Stories entfalten sich vier Erzählungen, die unterschiedliche Dimensionen des globalen Sandabbaus sichtbar machen. Als interaktive, begehbare Installation übersetzt das Projekt diese Themen in eine körperliche Erfahrung: Vier mit Sand ausgelegte Korridore stehen jeweils für eine Story. Mit der Bewegung der Besucher*innen durch den Sand vertiefen sich die Inhalte auf einer Wandprojektion – von einführenden Zusammenhängen bis zur Lösungsebene, die nachhaltige Alternativen und neue Perspektiven eröffnet.
In Kooperation mit Kiran Pereira, Doctoral Researcher am Stockholm Resilience Centre

Thiemo Frömberg
»Vertraute Fremde – Begegnung mit Muscheln«, 2026
Der Herzschlag von Miesmuscheln steht im Mittelpunkt einer narrativen multimedialen Raumerfahrung. Ihre damit einhergehende, sowohl sichtbare als auch spürbare Lebensaktivität stellt unser Verhältnis zu nicht-menschlichen, fremdartigen Lebensformen in Frage. Die interaktive Projektion schafft eine berührbare Schnittstelle zwischen dem ungestörten Organismus und dem Menschen, der direkte Konsequenzen seines Handelns erfährt und über die Bedürfnisse von Muscheln und ihre Rolle im Ökosystem informiert wird.
In Kooperation mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: Dr. Mark Lenz, Dr. Jahangir Vajedsamiei
Zugrunde liegende CT-Scans von Organen: Universität Gent – Dr. Annelies M Declercq, Dr. Mieke Eggermont, Dr. Pieter Cornillie

14. März – 11. April 2026, Eröffnung am 13. März 2026 ab 16:00 Uhr

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 15:00 – 18:00 Uhr

Wissenschaftliche Vorträge am 09.04.26, 17:00 – 20:00 Uhr

Finissage am 11. April 2026, 15 Uhr


Ein Partnerprojekt von „Science Comes To Town

01.04.2026

Interaktive Medien

Das Lehrgebiet Interaktive Medien setzt sich mit den konzeptionellen, kommunikationsspezifischen und technischen Gestaltungsfragen der interaktiven und vernetzten Medien auseinander. Dabei wird in Seminaren und Projekten auf die Ästhetik und Semiotik digitaler Medien eingegangen und deren Interaktionsprinzipien analysiert. In interdisziplinären Projekten werden verschiedene mediale Inszenierungsformen erprobt, von Informationsdesign und vernetzten Applikationen über Animation und Motion Graphics bis hin zu medientechnologischen Installationen.
Neue Interaktionskonzepte beschränken sich nicht mehr allein auf das Bedienen der Schnittstellen zu Computern, sie werden zunehmend von einer Neuentdeckung menschlichen Wahrnehmens, Denkens und Handelns geprägt. Neue, soziale Vernetzungsstrategien führten zu einer Umkehrung klassischer Kommunikationsmodelle, aus den Empfängern wurden selbst Sender. Welchen weiteren Einfluss wird diese neue Form des Publizierens auf unser Kommunikationsverhalten und unsere Gesellschaft haben? Damit will sich das Lehrgebiet kritisch und kreativ auseinandersetzen. Bei einer späteren Schwerpunktbildung kann man sich in Projektarbeiten vertiefend mit den Gestaltungsmöglichkeiten interaktiver Medien beschäftigen und das Bachelor-Studium mit einer Thesis im Lehrgebiet Interaktive Medien abschließen.

MASTER-STUDIUM „INTERAKTIVES INFORMATIONSDESIGN”

Nach einem Bachelorstudium kann an der Muthesius Kunsthochschule im Rahmen des Studiengangs Kommunikationsdesign der Master-Schwerpunkt „Interaktives Informationsdesign“ studiert werden. Interaktive Informationsgestaltung beschränkt sich nicht nur auf die Darstellung auf Monitoren, sondern kann auf vielfältige Weise in die Gestaltung und Inszenierung öffentlicher Informationsräume integriert werden. Und dadurch an Emotionalität und Erfahrbarkeit hinzugewinnen. Als Installation oder Interaktionskonzept tritt sie in Wechselwirkung mit realen Objekten, wird zum Vermittler zwischen Betrachter und Artefakt, wird selbst zur Raumgestaltung.
In diesem Kontext bietet das Informationsdesign eine interdisziplinäre Schnittstelle und knüpft damit an andere Master-Programme des Kommunikationsdesigns und der Muthesius Kunsthochschule an. Dadurch können weitreichende Synergien genutzt und geschaffen werden.

Fragen?

Prof. Tom Duscher
T 0431 / 5198 – 478
E td@muthesius.de