Exkursion zur Ars Electronica 2022 – Welcome to Planet B

Wie interagiert die Kunst mit der Öffentlichkeit und der Wissenschaft wenn es um gesellschaftsrelevante Themen wie den Klimawandel geht?  Auf dem Ars Electronica Festival mit dem Leitthema „Welcome to Planet B” wurden dieses Jahr wieder herausragende Ausstellungen und Vorträge gezeigt die wir uns bei unserer 5 tägigen Exkursion ansehen konnten. Das Angebot und das Programm war überwältigend und kaum vollständig wahrzunehmen. Dennoch erhielten wir einen guten Überblick über aktuelle Medienkunst, die in der Cyber Arts Ausstellung gezeigt oder mit dem S-T-ARTS Preis der europäischen Union ausgezeichnet wurde. In der Themen bezogenen Ausstellung „Studio (Dys)topia“ waren insbesondere Werke zu sehen, die sich mit dem Verhältnis Mensch zur Natur beschäftigten und oft auch zynisch das menschliche Handeln kommentierten.

Auch über die Zukunft der Medien wurde diskutiert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch partztizipative Formate und Co-Design Prozesse das Publikum noch stärker in die Kreation von Artworks einbezogen werden könnte. Man bemerke auch in vielen Arbeiten, das Medienkünstler*innen zunehmend journalistischer arbeiten. Die vielen engagierten und aktivistischen Werke, Performances und Installationen inspirierten, sich weiterhin mit kreativen Mitteln und engagierter Kommunikation für den gesellschaftlichen Wandel einzusetzen. Vor allem war es Laurie Anderson, die einem Mut machen konnte. Die Grande Dame der Medienkunst wurde für ihre Pionierarbeit ausgezeichnet und meinte in ihrem Vortrag, dass Sie sehr oft einen Plan B haben musste, weil A nicht funktionierte. Und dass dieser Plan B sie oft auch zu neuen, besseren Lösungen führte als der ursprüngliche Plan. In diesem Sinne: Welcome to Planet B!

20.09.2022 , ,

Interaktive Medien

Das Lehrgebiet Interaktive Medien setzt sich mit den konzeptionellen, kommunikationsspezifischen und technischen Gestaltungsfragen der interaktiven und vernetzten Medien auseinander.
Dabei wird in Seminaren und Projekten auf die Ästhetik und Semiotik digitaler Medien eingegangen und deren Interaktionsprinzipien analysiert. In interdisziplinären Projekten werden verschiedene mediale Inszenierungsformen erprobt, von Informationsdesign und vernetzten Applikationen über Animation und Motion Graphics bis hin zu medientechnologischen Installationen.
Neue Interaktionskonzepte beschränken sich nicht mehr allein auf das Bedienen der Schnittstellen zu Computern, sie werden zunehmend von einer Neuentdeckung menschlichen Wahrnehmens, Denkens und Handelns geprägt. Neue, soziale Vernetzungsstrategien führten zu einer Umkehrung klassischer Kommunikationsmodelle, aus den Empfängern wurden selbst Sender. Welchen weiteren Einfluss wird diese neue Form des Publizierens auf unser Kommunikationsverhalten und unsere Gesellschaft haben? Damit will sich das Lehrgebiet kritisch und kreativ auseinandersetzen. Bei einer späteren Schwerpunktbildung kann man sich in Projektarbeiten vertiefend mit den Gestaltungsmöglichkeiten interaktiver Medien beschäftigen und das Bachelor-Studium mit einer Thesis im Lehrgebiet Interaktive Medien abschließen.

MASTER-STUDIUM „INTERAKTIVES INFORMATIONSDESIGN”

Nach einem Bachelorstudium kann an der Muthesius Kunsthochschule im Rahmen des Studiengangs Kommunikationsdesign der Master-Schwerpunkt „Interaktives Informationsdesign“ studiert werden. Interaktive Informationsgestaltung beschränkt sich nicht nur auf die Darstellung auf Monitoren, sondern kann auf vielfältige Weise in die Gestaltung und Inszenierung öffentlicher Informationsräume integriert werden. Und dadurch an Emotionalität und Erfahrbarkeit hinzugewinnen. Als Installation oder Interaktionskonzept tritt sie in Wechselwirkung mit realen Objekten, wird zum Vermittler zwischen Betrachter und Artefakt, wird selbst zur Raumgestaltung.
In diesem Kontext bietet das Informationsdesign eine interdisziplinäre Schnittstelle und knüpft damit an andere Master-Programme des Kommunikationsdesigns und der Muthesius Kunsthochschule an. Dadurch können weitreichende Synergien genutzt und geschaffen werden.

Fragen?

Prof. Tom Duscher
T 0431 / 5198 – 478, E td@muthesius.de